Logo Wirtschaft ist Care gruen

Der Begriff „Ökonomie“ leitet sich von zwei altgriechischen Wörtern ab: oikos (Haus, Haushalt) und nomos (Lehre, Gesetz). Die Ökonomie ist also die Lehre vom guten Haushalten. Entsprechend definieren Ökonominnen und Ökonomen ihr Fachgebiet übereinstimmend als „Lehre von der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse“. Denn beim Haushalten, also beim Wirtschaften geht es darum, dass alle bekommen, was sie zum Leben brauchen. Alle: das sind heute ungefähr sieben Milliarden Menschen, die zusammen mit unzähligen anderen Lebewesen den verletzlichen Lebensraum Erde bewohnen, den einzigen Lebensraum, der uns gegeben ist. Der blaue Planet soll auch noch zukünftigen Generationen ein Leben in Würde und Freude ermöglichen.

Care-Frühstück zur Statistik der unbezahlten Arbeit

Den zwanzigsten Geburtstag der Datenerfassung zur unbezahlten Arbeit in der Schweiz feierten Frauen und Männer am 11. November 2017 bei einem 2. Care-Frühstück im Berner Schmiedensaal.

Podiumsdiskussion: Helmut Keiser, Natascha Wey, Regula Grünenfelder (Leitung), Jacqueline Schön-BühlmannJacqueline Schön-Bühlmann, Verantwortliche für das Modul „unbezahlte Arbeit“ im statistischen Amt, die Sozialdemokratin Natascha Wey und der evangelische Sozialethiker Helmut Kaiser lieferten Informationen und Denkanstösse zur Diskussion an den Tischen: Wo stehen wir heute? Sind wir inzwischen einer Wirtschaft, die nicht mehr das Geld, sondern die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse ins Zentrum stellt, näher gerückt? Wie kann die unbezahlte Arbeit angemessen anerkannt werden? Wie muss Wirtschaft neu gedacht werden, wenn offensichtlich in der Praxis etwas anderes als Geld im Zentrum steht? Wie haben die Politik, die Medien, die Wissenschaft, die Kirchen das Datenmaterial in diesem Sinne genutzt? Wie sieht die care-zentrierte Wirtschaft der Zukunft aus?